Stand: 21.02.2025
Seit dem 1. April 2024 ist der Besitz und Anbau von Cannabis unter bestimmten Bedingungen legal. Doch mit der Bundestagswahl 2025 steht die Zukunft dieser Reform auf der Kippe. Je nachdem, welche Partei an die Macht kommt, könnte die Legalisierung bestehen bleiben – oder sogar komplett rückgängig gemacht werden.
In diesem Artikel analysieren wir, was eine CDU- oder AfD-Regierung für Cannabis bedeuten würde, welche Parteien die Legalisierung unterstützen und welche Koalitionen wahrscheinlich sind.
Key Takeaways (Kurzfassung für Eilige)
• CDU/CSU und AfD wollen die Legalisierung rückgängig machen oder massiv einschränken
• Die Grünen und die FDP unterstützen eine Fortführung und mögliche Ausweitung
• SPD könnte kippen, je nach Koalitionspartnern
• Mögliche CDU-geführte Regierung könnte Cannabis wieder verbieten
• Eine Ampel-Neuauflage würde wohl an der Legalisierung festhalten
• Die Bundestagswahl 2025 entscheidet über die Zukunft von Cannabis in Deutschland
Aktueller Stand der Cannabis-Legalisierung in Deutschland
Die Teillegalisierung von Cannabis trat am 1. April 2024 in Kraft. Dieses Gesetz, offiziell als Cannabisgesetz (CanG) bekannt, wurde von der Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) verabschiedet und bringt einige Änderungen mit sich.
Was ist seit dem 1. April 2024 erlaubt?
• Besitz: Erwachsene dürfen bis zu 25 Gramm Cannabis in der Öffentlichkeit mitführen
• Anbau: Erlaubt sind bis zu drei Cannabispflanzen pro Person für den Eigenbedarf
• Nicht-kommerzielle Abgabe: In sogenannten Cannabis-Clubs können Mitglieder gemeinschaftlich anbauen und sich gegenseitig Cannabis abgeben
• Jugendschutz: Der Konsum ist in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen verboten
• Straßenverkehr: Wer unter Cannabiseinfluss fährt, riskiert Bußgelder und Führerscheinentzug
Was wurde nicht legalisiert?
• Kein kommerzieller Verkauf in Fachgeschäften: Apotheken oder lizenzierte Läden dürfen weiterhin kein Cannabis verkaufen
• Kein THC-Grenzwert im Straßenverkehr: Anders als bei Alkohol gibt es noch keine klaren Regeln für den THC-Gehalt im Blut
Probleme und offene Fragen
• Die Grauzonen des Gesetzes führen zu Unsicherheiten, beispielsweise was den genauen Eigenanbau betrifft
• Illegale Märkte bestehen weiter, da es keinen regulierten Verkauf gibt
• Internationale Kritik: Besonders Nachbarländer wie Frankreich sehen die Legalisierung kritisch
Parteianalyse – Was bedeutet die Bundestagswahl 2025 für die Cannabis-Legalisierung?
Die Bundestagswahl 2025 ist entscheidend für die Zukunft der Cannabis-Gesetzgebung in Deutschland. Während einige Parteien die Legalisierung verteidigen oder sogar ausbauen wollen, gibt es auch Kräfte, die sie wieder rückgängig machen oder stark einschränken möchten.
Hier folgt eine detaillierte Analyse der Positionen aller relevanten Parteien und was ihre Regierungsbeteiligung für die Cannabis-Legalisierung bedeuten würde.
CDU/CSU – Rückkehr zum Verbot?
Die CDU/CSU hat sich von Anfang an klar gegen die Cannabis-Legalisierung positioniert. Führende Politiker, darunter Friedrich Merz und Markus Söder, haben mehrfach betont, dass sie das Gesetz bei einer Regierungsübernahme rückgängig machen wollen.
CDU/CSU-Position zur Legalisierung:
• Vollständige Rücknahme der Legalisierung geplant
• Verschärfte Kontrollen und Strafverfolgung für Cannabis-Konsumenten
• Schließung der Cannabis-Clubs und Verbotsgesetze für den Eigenanbau
• Stärkere Überwachung des Schwarzmarkts
Was passiert mit Cannabis, wenn die CDU/CSU an die Macht kommt?
• Sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Cannabis wieder illegal wird
• Bestehende Besitz- und Anbauerlaubnisse könnten gestrichen werden
• Rückkehr zu Strafen für Eigenkonsum wahrscheinlich
• Cannabis-Clubs würden verboten
CDU/CSU Fazit: Eine von der CDU/CSU geführte Regierung bedeutet höchstwahrscheinlich das Ende der Legalisierung.
AfD – Striktes Verbot und härtere Strafen
Die AfD lehnt die Cannabis-Legalisierung noch entschiedener ab als die CDU/CSU. Sie fordert nicht nur ein vollständiges Verbot, sondern auch strengere Strafen für Konsumenten und Händler.
AfD-Position zur Legalisierung:
• Rücknahme der Legalisierung und vollständiges Verbot von Cannabis
• Härtere Strafen für Besitz und Konsum
• Stärkere Polizeikontrollen gegen Cannabis-Nutzer
• Keine Entkriminalisierung geplant
Was passiert mit Cannabis, wenn die AfD an die Macht kommt?
• Vollständige Wiedereinführung des Cannabis-Verbots
• Verstärkte Strafverfolgung von Konsumenten
• Mehr Polizei-Razzien und härteres Durchgreifen
• Eigenanbau und Clubs werden komplett verboten
AfD Fazit: Eine von der AfD geführte Regierung würde Cannabis nicht nur wieder illegal machen, sondern auch die Strafen verschärfen.
SPD – Unsichere Haltung, aber keine Rücknahme?
Die SPD war innerhalb der Ampel-Koalition nicht der größte Treiber der Legalisierung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach sich zunächst gegen Cannabis aus, änderte aber später seine Meinung.
SPD-Position zur Legalisierung:
• Unterstützt die Legalisierung, aber mit starken Einschränkungen
• Kein kommerzieller Verkauf in Fachgeschäften gewünscht
• Prävention und Jugendschutz als oberste Priorität
Was passiert mit Cannabis, wenn die SPD an der Macht bleibt?
• Legalisierung bleibt bestehen, aber keine wesentlichen Verbesserungen
• Keine Erlaubnis für kommerzielle Verkaufsstellen
• Prävention und Aufklärungskampagnen werden gestärkt
SPD Fazit: Eine SPD-geführte Regierung würde die Legalisierung nicht abschaffen, aber auch nicht viel weiterentwickeln.
Grüne – Für die vollständige Legalisierung mit Fachgeschäften
Die Grünen waren der stärkste Befürworter der Cannabis-Legalisierung und haben die Reform maßgeblich vorangetrieben. Sie fordern eine weitere Liberalisierung und den Verkauf in Fachgeschäften.
Grüne-Position zur Legalisierung:
• Beibehaltung der aktuellen Regelung und Ausweitung auf den kommerziellen Markt
• Lizenzierte Verkaufsstellen für kontrolliertes Cannabis
• Abbau bürokratischer Hürden für Cannabis-Clubs
Was passiert mit Cannabis, wenn die Grünen an der Macht bleiben?
• Fachgeschäfte könnten Cannabis verkaufen
• Cannabis-Clubs könnten einfacher betrieben werden
• Mehr Forschung und Innovation im Cannabismarkt
Grüne Fazit: Die Grünen wollen die Legalisierung nicht nur beibehalten, sondern weiter ausbauen.
FDP – Wirtschaftliche Chancen im Fokus
Die FDP betrachtet die Cannabis-Legalisierung vor allem aus wirtschaftlicher Perspektive. Sie fordert eine stärkere Kommerzialisierung und den freien Markt für Cannabis-Unternehmen.
FDP-Position zur Legalisierung:
• Kommerzielle Abgabe über lizenzierte Shops gefordert
• Privatisierung des Marktes statt staatlicher Kontrolle
• Erleichterungen für Unternehmer im Cannabis-Sektor
Was passiert mit Cannabis, wenn die FDP an der Macht bleibt?
• Wahrscheinlich Erlaubnis für Fachgeschäfte
• Weniger Regulierungen und mehr Marktfreiheit
• Attraktive Marktbedingungen für Investoren und Unternehmer
FDP Fazit: Die FDP würde die Legalisierung vermutlich wirtschaftsfreundlicher gestalten.
Die Linke – Fortschrittliche Drogenpolitik
Die Linke ist für eine noch weitergehende Legalisierung als die Grünen. Sie fordert soziale Gerechtigkeit im Umgang mit Drogen und die Amnestie für bisher verurteilte Konsumenten.
Die Linke-Position zur Legalisierung:
• Komplette Entkriminalisierung von Cannabis
• Freier Markt mit strenger Regulierung
• Löschung aller Cannabis-bezogenen Vorstrafen
Die Linke Fazit: Die Linke steht für die liberalste Drogenpolitik in Deutschland.
Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) – Unklare Position mit konservativer Tendenz
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist eine neue Partei, die sich erst im Jahr 2023 gegründet hat. Ihre Position zur Cannabis-Legalisierung ist nicht eindeutig, aber ihre allgemein wertkonservative und sicherheitsbetonte Haltung deutet darauf hin, dass sie eher gegen eine umfassende Legalisierung eingestellt ist.
BSW-Position zur Legalisierung:
• Keine klare Stellungnahme zur Cannabis-Legalisierung veröffentlicht
• Kritische Haltung gegenüber einer liberalen Drogenpolitik
• Betonung von Sicherheits- und Ordnungsaspekten in anderen politischen Feldern
• Mögliche Neigung zur Einschränkung oder Rücknahme der Legalisierung
Was passiert mit Cannabis, wenn BSW an der Regierung beteiligt ist?
• Falls das BSW mit der CDU/CSU oder der AfD koaliert, könnte es die Rücknahme der Legalisierung unterstützen
• Falls das BSW eine Koalition mit SPD oder Grünen eingeht, könnte es Cannabis weiterhin dulden, aber keine weiteren Liberalisierungen befürworten
• Keine Unterstützung für eine Kommerzialisierung oder Fachgeschäfte zu erwarten
BSW Fazit: Das BSW hat bisher keine klare Cannabis-Politik, aber aufgrund seiner allgemein konservativen Positionierung könnte es eher gegen eine weitergehende Legalisierung sein und sich für striktere Regulierungen oder Einschränkungen aussprechen.
Mögliche Koalitionen und ihre Auswirkungen auf die Cannabis-Legalisierung
Die Bundestagswahl 2025 wird nicht nur durch die stärkste Partei entschieden, sondern vor allem durch die Koalitionsbildung. Je nachdem, welche Parteien eine Regierung bilden, könnte Cannabis weiterhin legal bleiben, stärker reguliert werden oder sogar wieder verboten werden.
Hier sind die wahrscheinlichsten Koalitionen und ihre Auswirkungen auf die Zukunft der Cannabis-Legalisierung.
1. CDU/CSU + AfD – Die schlimmste Option für Cannabis-Konsumenten
Eine Regierung aus CDU/CSU und AfD wäre das Ende der Cannabis-Legalisierung. Beide Parteien haben sich mehrfach klar gegen die Legalisierung ausgesprochen und würden sie komplett rückgängig machen.
Wahrscheinliche Maßnahmen dieser Koalition:
• Vollständige Rücknahme der Legalisierung – Cannabis würde wieder illegal
• Härtere Strafen für Besitz und Konsum
• Strengere Kontrollen durch Polizei und Zoll
• Schließung aller Cannabis-Clubs und Eigenanbau-Verbot
Fazit: Falls diese Koalition zustande kommt, bedeutet das für Cannabis-Konsumenten eine Rückkehr in die Illegalität mit härteren Strafen als zuvor.
2. CDU/CSU + FDP – Wackelige Zukunft für Cannabis
Die FDP ist zwar für die Legalisierung, aber wenn sie mit der CDU/CSU koaliert, könnte sie gezwungen sein, Kompromisse einzugehen. Eine CDU-geführte Regierung würde vermutlich versuchen, Cannabis wieder zu verbieten oder stark einzuschränken.
Wahrscheinliche Maßnahmen dieser Koalition:
• Einschränkung der aktuellen Regelungen – z. B. höheres Mindestalter oder Begrenzung der Besitzmenge
• Stärkere Kontrollen gegen Schwarzmarkt und Eigenanbau
• Verbot von Cannabis-Clubs könnte verhandelt werden
• Eventuell wirtschaftliche Nutzung möglich, aber unter sehr strikten Regeln
Fazit: Eine CDU/FDP-Koalition wäre schlecht für Cannabis-Konsumenten, da die CDU versuchen würde, die Legalisierung zurückzudrehen. Die FDP könnte nur begrenzt gegensteuern.
3. Ampel-Koalition (SPD + Grüne + FDP) – Legalisierung bleibt bestehen
Die Ampel-Koalition war die treibende Kraft hinter der aktuellen Legalisierung. Wenn diese Regierung erneut gebildet wird, bleibt Cannabis mit hoher Wahrscheinlichkeit legal und könnte sogar weiter liberalisiert werden.
Wahrscheinliche Maßnahmen dieser Koalition:
• Beibehaltung der aktuellen Regelung
• Mögliche Einführung von Fachgeschäften für Cannabis-Verkauf
• Lockerung der THC-Grenzwerte im Straßenverkehr
• Stärkere Kontrolle der Qualität im legalen Markt
Fazit: Diese Koalition wäre die beste Option für Cannabis-Konsumenten.
4. SPD + Grüne + Linke – Die fortschrittlichste Lösung
Falls es zu einer Koalition aus SPD, Grünen und der Linken kommt, würde die Legalisierung nicht nur beibehalten, sondern noch ausgeweitet werden.
Wahrscheinliche Maßnahmen dieser Koalition:
• Komplette Entkriminalisierung von Cannabis
• Einführung von Fachgeschäften mit reguliertem Verkauf
• Löschung aller Cannabis-bezogenen Vorstrafen
• Öffnung des Marktes für Unternehmen mit fairer Besteuerung
Fazit: Diese Koalition wäre die progressivste Lösung für die Cannabis-Legalisierung.
5. Große Koalition (CDU/CSU + SPD) – Unsichere Zukunft für Cannabis
Falls CDU/CSU und SPD eine große Koalition bilden, wird es extrem unsicher, ob Cannabis legal bleibt. Die SPD könnte zwar versuchen, die Legalisierung zu verteidigen, aber die CDU würde starken Druck ausüben, sie wieder rückgängig zu machen.
Wahrscheinliche Maßnahmen dieser Koalition:
• Einschränkungen für Cannabis-Konsumenten
• Verbot von Cannabis-Clubs oder stärkere Regulierungen
• Möglicherweise neue Grenzwerte für Konsum im Straßenverkehr
• Verbot des Anbaus könnte diskutiert werden
Fazit: Eine große Koalition wäre ein Risikofaktor für die Cannabis-Legalisierung.
Fazit zu den Koalitionen
• CDU/CSU + AfD = Legalisierung tot, Cannabis wieder verboten
• CDU/CSU + FDP = Legalisierung stark eingeschränkt oder teilweise rückgängig gemacht
• Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) = Legalisierung bleibt erhalten, eventuell wird sie ausgeweitet
• SPD + Grüne + Linke = Legalisierung wird weiter ausgebaut, beste Lösung für Konsumenten
• Große Koalition (CDU/CSU + SPD) = Zukunft ungewiss, aber Einschränkungen wahrscheinlich
Zukunftsprognose – Wie wahrscheinlich ist eine Rücknahme der Legalisierung nach der Wahl?
Nachdem wir die Positionen der Parteien und möglichen Koalitionen analysiert haben, stellt sich die entscheidende Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Cannabis-Legalisierung nach der Bundestagswahl 2025 wieder rückgängig gemacht wird?
Dafür betrachten wir:
• Aktuelle Umfragen und Wahltendenzen
• Realistische Wahlausgänge und ihre Konsequenzen für Cannabis
• Mögliche politische Entwicklungen und externe Faktoren
1. Aktuelle Umfragen: Welche Parteien haben die besten Chancen?
Um die Zukunft der Cannabis-Legalisierung einzuschätzen, müssen wir einen Blick auf die aktuellen Wahlumfragen werfen. Die neuesten Zahlen (Stand Februar 2025) zeigen:
Partei Umfragewerte (Februar 2025) Veränderung zur letzten Wahl (2021)
CDU/CSU 30–32 %
SPD 17–19 %
Grüne 14–16 %
AfD 16–18 %
FDP 6–8 %
Linke 3–5 %
BSW 7–9 %
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die CDU/CSU eine realistische Chance auf die Kanzlerschaft hat. Die AfD liegt ebenfalls stark im Rennen, während die FDP und Linke schwächeln.
Was bedeutet das für die Legalisierung?
• Eine CDU/CSU-geführte Regierung ist wahrscheinlich, was die Legalisierung gefährdet
• Falls die AfD an einer Koalition beteiligt ist, ist eine Rücknahme der Legalisierung fast sicher
• Die Ampel-Koalition hat schlechte Chancen auf eine Neuauflage, da die SPD und Grünen an Unterstützung verlieren
2. Wahrscheinlichste Szenarien und ihre Konsequenzen für Cannabis
Basierend auf den Umfragen lassen sich verschiedene Wahlszenarien durchspielen.
Szenario 1: CDU/CSU gewinnt und bildet eine Regierung mit der FDP
• Die CDU wird versuchen, die Legalisierung zu kippen
• Die FDP könnte gegensteuern, aber möglicherweise nicht genug Einfluss haben
• Wahrscheinlichste Konsequenz: Einschränkungen für Konsumenten, Cannabis-Clubs könnten verboten werden
Szenario 2: CDU/CSU + AfD – Das Ende der Legalisierung
• Höchstwahrscheinlich wird Cannabis wieder vollständig illegal
• Strengere Kontrollen und härtere Strafen für Konsumenten
• Wahrscheinlichste Konsequenz: Rücknahme des Gesetzes + Kriminalisierung des Eigenanbaus
Szenario 3: Ampel-Koalition bleibt an der Macht (SPD, Grüne, FDP)
• Cannabis bleibt legal
• Möglicherweise wird der Verkauf in Fachgeschäften legalisiert
• Wahrscheinlichste Konsequenz: Legalisierung bleibt, Markt könnte sich weiter öffnen
Szenario 4: Große Koalition (CDU/CSU + SPD)
• Cannabis bleibt möglicherweise legal, aber mit neuen Einschränkungen
• SPD könnte versuchen, das Gesetz zu verteidigen, aber CDU hat mehr Einfluss
• Wahrscheinlichste Konsequenz: Cannabis bleibt legal, aber unter schärferen Regeln
3. Externe Faktoren, die die Zukunft der Legalisierung beeinflussen könnten
Neben der Wahl selbst gibt es weitere Faktoren, die eine Rolle spielen könnten:
1. Internationale Entwicklung in der Drogenpolitik
• In vielen Ländern Europas (z. B. Niederlande, Spanien, Portugal) gibt es bereits liberalere Gesetze
• Falls andere Länder nachziehen, könnte der politische Druck auf Deutschland steigen, die Legalisierung beizubehalten
2. Wirtschaftliche Interessen
• Die Cannabis-Industrie könnte Druck ausüben, die Legalisierung beizubehalten
• Steuereinnahmen aus legalem Cannabis könnten ein Argument gegen die Rücknahme sein
3. Gesellschaftlicher Widerstand
• Eine Rücknahme der Legalisierung könnte auf massiven Widerstand aus der Bevölkerung stoßen
• Mögliche Demonstrationen oder Petitionen könnten Einfluss auf politische Entscheidungen haben
Fazit: Wie wahrscheinlich ist eine Rücknahme der Legalisierung?
Szenario Wahrscheinlichkeit Konsequenz für Cannabis
CDU/CSU + AfD Sehr wahrscheinlich Vollständiges Verbot von Cannabis
CDU/CSU + FDP Wahrscheinlich Starke Einschränkungen, Cannabis-Clubs könnten verboten werden
Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) Eher unwahrscheinlich Legalisierung bleibt, evtl. Fachgeschäfte erlaubt
Große Koalition (CDU/CSU + SPD) Möglich Legalisierung bleibt, aber mit strengeren Regeln
Falls CDU/CSU und AfD die Wahl gewinnen, ist eine Rücknahme der Legalisierung sehr wahrscheinlich. Falls die Ampel-Koalition eine Mehrheit bekommt, bleibt die Legalisierung bestehen und könnte sogar ausgebaut werden.
Endgültiges Fazit: Was bedeutet das für Konsumenten und die Cannabis-Industrie?
Die Bundestagswahl 2025 ist entscheidend für die Zukunft von Cannabis in Deutschland. Falls eine konservative Regierung an die Macht kommt, besteht die Gefahr einer Rücknahme der Legalisierung. Falls jedoch eine progressive oder wirtschaftsliberale Regierung bleibt, könnte sich der Markt weiter öffnen.
Was sollten Konsumenten und Unternehmen jetzt tun?
• Auf die Bundestagswahl achten: Wer Cannabis legal behalten will, sollte genau prüfen, welche Parteien dafür oder dagegen sind.
• Eigenanbau und Cannabis-Clubs nutzen: Falls CDU/CSU oder AfD gewinnen, könnte es zu schnellen Änderungen kommen.
• Die öffentliche Debatte verfolgen: Mehr Akzeptanz in der Gesellschaft bedeutet eine größere Chance, dass die Legalisierung bleibt.
Langfristig spricht viel dafür, dass Cannabis in Deutschland legal bleibt – aber die Bundestagswahl 2025 entscheidet, ob dieser Weg weitergeht oder gestoppt wird.
Gesamtbewertung:
• Bis 2026: Es gibt eine reale Gefahr, dass Cannabis wieder illegal wird, falls CDU/CSU oder AfD an die Macht kommen.
• Bis 2030: Falls die Legalisierung bestehen bleibt, wird sie schwer rückgängig zu machen sein.
• Ab 2035: Sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Cannabis endgültig legal bleibt, besonders wenn wirtschaftliche Vorteile sichtbar werden.