Cannabis Social Clubs in Deutschland & Hamburg
CSC beitreten: Club in deiner Nähe finden & Platz anfragen
- Was es ist: Ein Cannabis Social Club (CSC) heißt im Gesetz Anbauvereinigung, ein nicht gewerblicher Verein, der gemeinsam Cannabis anbaut und es nur an seine Mitglieder weitergibt.
- Wer beitreten darf: Erwachsene ab 18 Jahren mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland, immer nur in einem Club.
- Wie viel: ab 21 Jahren bis 25 g am Tag und 50 g im Monat, von 18 bis 20 Jahren bis 30 g im Monat mit höchstens 10 % THC.
- Mindestdauer: Die Mitgliedschaft läuft mindestens drei Monate. Eine gesetzliche Wartezeit bis zur ersten Abgabe gibt es nicht.
- Kosten: legt jeder Club selbst fest, meist Aufnahmegebühr, Monatsbeitrag und ein Betrag pro Gramm.
- Wie viele Clubs: bundesweit mindestens 455 mit Erlaubnis, in Hamburg 18 (Stand Sommer 2026).
Was ist ein Cannabis Social Club?
Ein Cannabis Social Club, kurz CSC, ist eine Anbauvereinigung nach dem Konsumcannabisgesetz (KCanG). Die Mitglieder bauen gemeinschaftlich Cannabis an und geben es untereinander weiter, nur zum Eigenkonsum, ohne Gewinn und nur mit behördlicher Erlaubnis.
Seit dem 1. April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland Cannabis besitzen und zuhause bis zu drei Pflanzen anbauen. Seit dem 1. Juli 2024 können Anbauvereinigungen eine Erlaubnis beantragen (§ 11 KCanG). Der Club ist damit neben dem Eigenanbau der zweite legale Weg zu THC-haltigem Cannabis ohne Rezept. Verkauf in Läden oder Coffeeshops ist in Deutschland weiterhin nicht erlaubt.
| Merkmal | Cannabis Social Club | Coffeeshop |
|---|---|---|
| Zugang | nur Mitglieder ab 18 mit Wohnsitz in Deutschland | öffentlich für Erwachsene |
| Gewinn | nicht erlaubt | gewerblicher Verkauf |
| Konsum vor Ort | verboten | üblich |
| Abgabe | nur persönlich im Club, kein Versand | Verkauf an der Theke |
| In Deutschland | seit Juli 2024 genehmigungsfähig | nicht zulässig |
Wie werde ich Mitglied in einem Cannabis Social Club?
Du suchst dir einen genehmigten Club mit freien Plätzen, stellst einen Mitgliedsantrag und weist Alter und Wohnsitz mit einem amtlichen Lichtbildausweis nach. Außerdem erklärst du, dass du in keinem anderen Club Mitglied bist.
- Club finden: Ein Club darf höchstens 500 Mitglieder haben, viele führen deshalb Wartelisten.
- Antrag stellen: meist online oder vor Ort. Dazu gehört die schriftliche oder elektronische Erklärung, dass du keinem anderen Club angehörst (§ 16 Abs. 3 KCanG).
- Nachweis: Alter und Wohnsitz belegst du mit einem amtlichen Lichtbildausweis oder vergleichbaren Dokumenten (§ 16 Abs. 4 KCanG).
- Aufnahme: Der Club entscheidet über deinen Antrag. Die Mitgliedschaft läuft dann mindestens drei Monate (§ 16 Abs. 5 KCanG).
- Abholen: Cannabis bekommst du nur persönlich im Club gegen Mitgliedsausweis und Lichtbildausweis. Versand und Lieferung sind verboten (§ 19 KCanG).
Oft heißt es, nach dem Beitritt gelte eine Wartezeit von drei Monaten. Im Gesetz steht das so nicht: Vorgeschrieben ist eine Mindestdauer der Mitgliedschaft. Wann du zum ersten Mal abholen kannst, hängt davon ab, ob dein Club schon erntet. Ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland kannst du nicht beitreten, Touristen sind also ausgeschlossen.
Was kostet eine Mitgliedschaft im Cannabis Social Club?
Die Kosten legt jeder Club selbst fest. Weil Anbauvereinigungen keinen Gewinn machen dürfen, decken die Beiträge der Mitglieder die laufenden Kosten des Clubs.
Meist setzen sich die Kosten aus drei Teilen zusammen. Branchenübersichten nennen dafür folgende Orientierungswerte:
| Baustein | Orientierung |
|---|---|
| Aufnahmegebühr, einmalig | 0 bis 50 € |
| Monatsbeitrag | 10 bis 30 € |
| Betrag pro Gramm | 4 bis 12 € |
Verbindlich sind nur die Satzung und die Beitragsordnung deines Clubs. Den Monatsbeitrag zahlst du in der Regel auch dann, wenn du in einem Monat nichts abholst.
Wie viel Cannabis bekomme ich als Mitglied?
Ab 21 Jahren bis zu 25 Gramm am Tag und 50 Gramm im Monat. Mitglieder zwischen 18 und 20 Jahren bekommen bis zu 30 Gramm im Monat mit höchstens 10 Prozent THC (§ 19 Abs. 3 KCanG).
| Alter | pro Tag | pro Monat | THC-Grenze |
|---|---|---|---|
| ab 21 Jahren | 25 g | 50 g | keine |
| 18 bis 20 Jahre | 25 g | 30 g | höchstens 10 % |
Dazu kommen bis zu 7 Samen oder 5 Stecklinge pro Monat für den Eigenanbau, gemischt höchstens 5 Stück (§ 20 KCanG). Beim Besitz gilt: allgemein bis 25 Gramm, zuhause bis 50 Gramm und drei lebende Pflanzen (§ 3 KCanG). Verboten sind der Konsum im Club und in Sichtweite, also bis 100 Meter vom Eingang entfernt, und die Weitergabe an Nichtmitglieder.
Wo finde ich einen Cannabis Social Club in meiner Nähe?
Bundesweit haben mindestens 455 Anbauvereinigungen eine Erlaubnis, darunter 126 in Nordrhein-Westfalen, 94 in Niedersachsen, 18 in Hamburg und 11 in Bayern. Das ergab eine Abfrage bei den Ländern, über die das Hanf Magazin im August 2026 berichtet hat.
Achte bei der Suche auf vier Dinge: Hat der Club eine Erlaubnis nach § 11 KCanG? Nimmt er gerade Mitglieder auf, oder gibt es eine Warteliste? Wie hoch sind Aufnahmegebühr und Beiträge? Und wie weit ist der Weg, denn abholen kannst du nur persönlich vor Ort?
Schreib uns, in welcher Stadt du suchst. Wir sammeln die Anfragen und melden uns, sobald ein Partnerclub in deiner Region neue Mitglieder aufnimmt.
Anfrage sendenGibt es einen Cannabis Social Club in Hamburg?
Ja. In Hamburg haben 18 Anbauvereinigungen eine Erlaubnis (Stand Juli 2026). Zuständig für die Erlaubnis ist das Bezirksamt Altona, die Liste veröffentlicht die Stadt auf hamburg.de.
Was du in Hamburg sonst noch wissen solltest, fassen wir auf unserer Seite Cannabis Social Club Hamburg zusammen.
Du leitest einen Club und suchst neue Mitglieder?
Dann melde dich bei uns. Wir bauen ein Netzwerk aus Clubs auf, an die wir Interessierte weitervermitteln.
Schick uns an socialclub@cbd040.de den Namen deines Vereins, den Ort, deine Erlaubnis nach § 11 KCanG und wie viele Plätze frei sind. Wir melden uns mit den Details zur Zusammenarbeit.
Wie gründe ich einen Cannabis Social Club?
Du gründest einen Verein mit mindestens sieben Mitgliedern, lässt ihn eintragen, ernennst einen geschulten Präventionsbeauftragten und beantragst die Erlaubnis bei der zuständigen Landesbehörde.
| Schritt | Was zu tun ist |
|---|---|
| 1. Verein gründen | mindestens sieben Gründungsmitglieder für die Eintragung als e. V., Satzung und Vorstand. Der Vorstand muss selbst Mitglied sein. |
| 2. Eintragen | Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht |
| 3. Prävention | Der Vorstand ernennt ein Mitglied als Präventionsbeauftragten, das eine Suchtpräventionsschulung nachweist (§ 23 Abs. 4 KCanG). |
| 4. Erlaubnis | Antrag bei der zuständigen Landesbehörde (§ 11 KCanG). Gebühren und Bearbeitungszeit unterscheiden sich je nach Bundesland. |
| 5. Anbauen und weitergeben | Anbau nur gemeinschaftlich, Weitergabe nur an Mitglieder in den eigenen Räumen, mit Dokumentations- und Meldepflichten (§ 26 KCanG) |
Dazu kommen feste Grenzen: höchstens 500 Mitglieder, kein Konsum im Club, und Werbung sowie Sponsoring für Cannabis und Anbauvereinigungen sind verboten (§ 6 KCanG). Leicht ist die Genehmigung nicht: Laut der Länderabfrage wurden von 896 Anträgen 455 genehmigt, 85 abgelehnt und 126 zurückgezogen.
Geht es auch ohne Mitgliedschaft?
Ja. Als Erwachsener darfst du zuhause bis zu drei Cannabispflanzen anbauen, ganz ohne Verein. Samen und Stecklinge geben Clubs außerdem auch an Nichtmitglieder ab 18 mit Wohnsitz in Deutschland ab, persönlich vor Ort.
Samen für den Eigenanbau findest du bei uns unter Cannabis Samen: rund 30 Sorten, im 10er-Pack ab 3,49 € pro Samen, einzeln ab 5,90 €. Wie du richtig startest, erklärt der Ratgeber Cannabis Samen keimen lassen. Wenn du keinen Rausch suchst, sondern Geschmack und Ritual, sind CBD Blüten sofort lieferbar. Sie enthalten höchstens 0,3 % THC und sind deshalb kein Ersatz für THC-Cannabis. Was 2026 rechtlich gilt, fasst unser Ratgeber Cannabis-Gesetz 2026 zusammen.
Häufige Fragen zum Cannabis Social Club
Ist eine Mitgliedschaft im Cannabis Social Club legal?
Ja, wenn der Club eine Erlaubnis nach § 11 KCanG hat. Anbauvereinigungen können diese Erlaubnis seit dem 1. Juli 2024 beantragen. Ohne Erlaubnis darf ein Club weder anbauen noch Cannabis weitergeben.
Was kostet eine Mitgliedschaft?
Das legt jeder Club selbst fest. Als grobe Orientierung gelten 0 bis 50 € Aufnahmegebühr, 10 bis 30 € Monatsbeitrag und 4 bis 12 € pro Gramm. Verbindlich ist die Beitragsordnung deines Clubs.
Gibt es eine Wartezeit bis zur ersten Abgabe?
Nicht im Gesetz. Das KCanG schreibt eine Mindestdauer der Mitgliedschaft von drei Monaten vor, keine Wartezeit. Wann du zum ersten Mal abholen kannst, hängt davon ab, ob dein Club schon erntet.
Kann ich in mehreren Clubs Mitglied sein?
Nein. Du darfst nur in einer Anbauvereinigung Mitglied sein und musst das beim Beitritt schriftlich oder elektronisch erklären.
Kann ich als Tourist Mitglied werden?
Nein. Voraussetzung ist ein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland, den du mit einem amtlichen Dokument nachweist.
Bekomme ich im Club auch Samen oder Stecklinge?
Ja. Clubs dürfen pro Monat bis zu 7 Samen oder 5 Stecklinge für den Eigenanbau abgeben, gemischt höchstens 5 Stück. Das gilt auch für Nichtmitglieder ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland.
Darf ein Club Cannabis verschicken?
Nein. Cannabis bekommst du nur persönlich in den Räumen des Clubs, Versand und Lieferung sind verboten.
Darf ich im Club konsumieren?
Nein. Konsumieren ist im Club und in Sichtweite verboten, also bis 100 Meter vom Eingang entfernt.
Wie viele Mitglieder darf ein Club haben?
Höchstens 500.
Kann ich mich über CBD040 für einen Club anmelden?
Derzeit sammeln wir Anfragen. Schreib uns an socialclub@cbd040.de, in welcher Stadt du einen Club suchst. Sobald ein Partnerclub in deiner Region neue Mitglieder aufnimmt, melden wir uns bei dir.
- Konsumcannabisgesetz (KCanG), insbesondere §§ 3, 5, 6, 11, 16, 19, 20, 23 und 26: gesetze-im-internet.de/kcang
- Freie und Hansestadt Hamburg, Anbauvereinigungen mit Erlaubnis, Stand Juli 2026: hamburg.de (PDF)
- Hanf Magazin, CSC-Monitor KW 33/2026 zur Länderabfrage über Genehmigungen, 14.08.2026: hanf-magazin.com
- Orientierungswerte zu Beiträgen: cannasocialclub.de, CSC Kosten 2026: cannasocialclub.de
Stand: 18.10.2026. Die Angaben geben den Rechtsstand wieder und ersetzen keine Rechtsberatung. Gebühren, Beiträge und Verfahren unterscheiden sich je nach Club und Bundesland.


