Telemedizin und Cannabis 2026 – wird das Online-Rezept verboten? Übersicht zu geplanten Gesetzesänderungen und Versandverbot.

Telemedizin & Cannabis 2026: Wird das Online-Rezept verboten?

Stand: 26.11.2025

Die Cannabislandschaft in Deutschland verändert sich rasant. Während die Legalisierung 2024 und die Freigabe des Eigenanbaus für viel Aufmerksamkeit sorgten, gerät ein anderer Bereich zunehmend in den Fokus der Politik: Telemedizin und der Online-Bezug von medizinischem Cannabis. Besonders seit 2025 wächst die Debatte darüber, ob Online-Rezepte für Medizinal-Cannabis weiterhin erlaubt bleiben sollen – oder ob ein Verbot bevorsteht.

Doch was genau plant die Bundesregierung für 2026? Welche Regeln sollen sich ändern? Bedeutet das mögliche Verbot des Online-Rezepts das Ende telemedizinischer Cannabisplattformen in Deutschland? Und welche Auswirkungen hätte das für Patienten und Konsumenten?

Dieser umfassende Artikel beantwortet all diese Fragen und liefert einen tiefen Einblick in die aktuellen Entwicklungen rund um Telemedizin, Cannabis-Verschreibungen und zukünftige Gesetzesänderungen. Gleichzeitig zeigt er auf, welche legalen Alternativen es weiterhin geben kann – besonders für volljährige Personen, die Cannabisprodukte ohne Rezept im Rahmen der geltenden Nutzhanfregelungen erwerben möchten.


Warum Telemedizin beim Thema Cannabis so wichtig geworden ist

Seit der medizinischen Cannabisfreigabe 2017 hat sich der Zugang zu verschreibungspflichtigen Cannabisblüten und Cannabisextrakten in Deutschland deutlich verändert. Während anfangs noch überwiegend Fachärzte vor Ort Rezepte ausstellten, entstand ab 2023 ein völlig neuer Markt: Telemedizinische Plattformen, die Cannabis nach Online-Konsultationen verschreiben.

Viele dieser Angebote ermöglichten es Patienten, ohne persönlichen Arztkontakt ein Rezept zu erhalten – oft innerhalb weniger Minuten, teilweise inklusive Versand des Medizinal-Cannabis über Apotheken.

Telemedizin Verbot 2026 für Cannabis

Das führte zu einer massiven Nachfrageentwicklung, die sich auch in offiziellen Zahlen widerspiegelt.


Offizielle Daten: Cannabisimporte steigen deutlich

Nach Angaben der Bundesregierung und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist der Import von Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken zwischen dem ersten und zweiten Halbjahr 2024 um 170 Prozent gestiegen.

Im gleichen Zeitraum stiegen jedoch die Verordnungen zulasten der gesetzlichen Krankenkassen nur um neun Prozent.

Was bedeutet das?

Diese Diskrepanz lässt darauf schließen, dass ein großer Teil des importierten medizinischen Cannabis nicht über reguläre GKV-Versorgung abgegeben wurde, sondern über:

  • Privatrezept
  • Selbstzahler
  • telemedizinische Angebote

Mit anderen Worten: Immer mehr Menschen erhielten Cannabis ohne persönlichen Arztkontakt, häufig über kommerzielle Plattformen.


Telemedizin als Treiber der Entwicklung

Laut Regierungsangaben existieren inzwischen zahlreiche Anbieter, bei denen Patienten ein Medizinal-Cannabisrezept ausschließlich per Video- oder Onlinekonsultation erhalten konnten. Dieser Prozess war oft unkompliziert und niedrigschwellig, was sowohl Befürworter als auch Kritiker hervorrief.

Argumente der Befürworter

  • niedrigere Hürden für Patienten
  • bessere Versorgung in Regionen ohne spezialisierte Ärzte
  • schnellere medizinische Betreuung

Argumente der Kritiker

  • möglicher Missbrauch
  • unzureichende Diagnosen
  • fehlende medizinische Kontrolle
  • kommerzielle Interessen einzelner Plattformen

Diese Punkte führten zu einer intensiven politischen Diskussion.


Regierungsreaktion: Entwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes

Um diese Entwicklungen zu regulieren, hat das Bundeskabinett einen Entwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes beschlossen. Ziel sei es laut Bundesregierung, „möglichen Missbrauch einzudämmen und die Patientensicherheit zu stärken“.

Der Entwurf enthält mehrere einschneidende Maßnahmen, die ab 2026 wirksam werden könnten.

Wesentliche Punkte des Gesetzesentwurfs

  • Erstverschreibungen nur nach persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt
  • Videosprechstunden reichen nicht mehr aus
  • mindestens ein Vor-Ort-Termin innerhalb von vier Quartalen bei Folgeverschreibungen
  • persönliche Beratung in der Apotheke bei Abgabe
  • Verbot des Versandhandels von Medizinal-Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken

Damit würde ein wesentlicher Teil der bisherigen telemedizinischen Cannabisversorgung wegfallen.


Was bedeutet „persönlicher Arztkontakt“ konkret?

Der Entwurf sieht vor, dass ein Rezept für medizinisches Cannabis nur dann ausgestellt werden darf, wenn ein Arzt den Patienten persönlich untersucht hat.

Das kann erfolgen durch:

  • Praxisbesuch
  • Hausbesuch

Für Folgeverschreibungen sollen weiterhin digitale Konsultationen möglich sein – jedoch nur, wenn innerhalb von vier Quartalen ein persönlicher Kontakt stattgefunden hat.


Droht 2026 ein komplettes Verbot von Online-Rezepten?

Der zentrale Streitpunkt lautet:

Werden Online-Rezepte für Cannabis 2026 vollständig verboten?

Der aktuelle Gesetzesentwurf deutet darauf hin, dass Erstverschreibungen per Telemedizin künftig nicht mehr möglich sein werden. Das stellt einen tiefen Einschnitt dar, da viele Plattformen genau dieses Geschäftsmodell genutzt haben.

Bei Folgeverschreibungen scheint Telemedizin weiterhin möglich zu bleiben – allerdings unter deutlich strengeren Bedingungen.

Damit steht die telemedizinische Cannabisversorgung in Deutschland vor einem grundlegenden Wandel.


Wird der Versandhandel von medizinischem Cannabis 2026 verboten?

Einer der einschneidendsten Punkte des Gesetzesentwurfs betrifft nicht nur Online-Rezepte, sondern auch die Abgabe von Medizinal-Cannabis über Versandapotheken. Laut aktuellem Stand plant die Bundesregierung, den Versandhandel von Medizinal-Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken vollständig zu untersagen.

Damit wären ab 2026 folgende Modelle nicht mehr zulässig:

  • Versand von Medizinal-Cannabisblüten per Post
  • Lieferung durch Versandapotheken
  • Direktversand nach telemedizinischer Verordnung

Der Erwerb soll künftig ausschließlich nach persönlicher Beratung in der Apotheke vor Ort erfolgen.


Warum will die Regierung den Versand verbieten?

Die Bundesregierung begründet diesen Schritt mit mehreren Aspekten:

  • Patientensicherheit durch Beratung vor Ort
  • Vermeidung von Missbrauch
  • bessere Kontrolle der Abgabe
  • Reduzierung kommerzieller Rezepte aus Onlineplattformen

Vor allem der schnelle Zugang über Telemedizin gilt als problematisch, da laut Regierungsanalyse ein erheblicher Teil der Importe auf Selbstzahler entfällt, die über Privatrezept Cannabis beziehen.


Was bedeutet ein Verbot des Online-Rezepts für Patienten?

Die Auswirkungen für Patienten könnten erheblich sein. Viele Menschen, insbesondere in ländlichen Regionen, waren bisher auf telemedizinische Angebote angewiesen, weil dort kaum Ärzte mit Cannabisexpertise verfügbar sind.

Betroffene Gruppen

Besonders betroffen wären:

  • Patienten ohne wohnortnahe Versorgung
  • Menschen mit eingeschränkter Mobilität
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen
  • Selbstzahler mit Privatrezept

Für diese Gruppen könnte der Zugang zu medizinischem Cannabis deutlich schwieriger werden.


Welche Folgen hätte das für Telemedizin-Plattformen?

Sollte der Gesetzesentwurf umgesetzt werden, stünden viele telemedizinische Anbieter vor fundamentalen Herausforderungen. Plattformen, deren Geschäftsmodell auf schnellen Online-Verschreibungen basiert, könnten:

  • ihre Dienstleistungen einstellen müssen
  • ihre Struktur komplett umbauen
  • stationäre Kooperationen mit Ärzten benötigen
  • deutlich weniger Rezepte ausstellen

Es ist zu erwarten, dass einige Anbieter vom Markt verschwinden werden.


Warum steigen Importe, obwohl Verschreibungen kaum zunehmen?

Die Daten der Bundesregierung zeigen eine ungewöhnliche Entwicklung:

  • 170 Prozent mehr Importe medizinischer Cannabisblüten
  • nur neun Prozent mehr Verschreibungen zulasten der Krankenkassen

Diese Zahlen sprechen dafür, dass viele Verschreibungen nicht über gesetzliche Kassen erfolgen, sondern privat finanziert werden.

Schlussfolgerung der Regierung

Die Bundesregierung vermutet, dass ein großer Teil der importierten Ware über:

  • Privatrezept
  • telemedizinische Angebote
  • selbstzahlende Patienten

abgesetzt wird – also außerhalb der regulären ärztlichen Versorgung.


Telemedizin & Cannabis 2026: Droht ein „De-facto-Verbot“?

Auch wenn Telemedizin formal nicht verboten wird, könnte die Kombination aus:

  • Pflicht zum persönlichen Arztkontakt
  • Verbot des Versandhandels
  • persönlicher Beratung in der Apotheke

dazu führen, dass das Modell in der Praxis kaum noch funktioniert.

Viele Experten sprechen daher von einem möglichen „De-facto-Verbot“ des Online-Rezepts für Cannabis.


Was bleibt telemedizinisch möglich?

Laut Entwurf sollen weiterhin möglich sein:

  • Folgeverschreibungen per Telemedizin
  • digitale Konsultationen
  • medizinische Betreuung online

Allerdings nur, wenn zuvor ein persönlicher Kontakt stattgefunden hat.


Zukunftsszenarien für 2026

Für 2026 zeichnen sich mehrere mögliche Entwicklungen ab:

Szenario 1: Strenge Umsetzung

Online-Erstverschreibungen verschwinden weitgehend, Versandhandel wird eingestellt, telemedizinische Plattformen verlieren an Bedeutung.

Szenario 2: Teilweise Lockerung

Folgeverschreibungen bleiben häufig digital möglich, Plattformen passen sich an und kooperieren stärker mit Ärzten vor Ort.

Szenario 3: Rechtliche Anpassungen durch Druck

Patienten- und Branchenverbände üben Druck aus, wodurch einzelne Regelungen überarbeitet werden.


Welche Auswirkungen hätte das auf den Cannabismarkt in Deutschland?

Ein mögliches Verbot des Online-Rezepts und des Versandhandels würde den deutschen Cannabismarkt grundlegend verändern.

Betroffen wären vor allem:

  • Telemedizinanbieter
  • Versandapotheken
  • Selbstzahler
  • Importeure

Gleichzeitig könnte der stationäre Markt profitieren, insbesondere:

  • Apotheken
  • Ärzte mit Cannabisexpertise
  • Cannabis Social Clubs

Welche Rolle spielt legales Cannabis ohne Rezept?

Unabhängig von den Änderungen bei medizinischen Verschreibungen bleibt ein Bereich bestehen, der von erwachsenen Konsumenten stark nachgefragt wird:

Produkte auf Basis von Nutzhanf, die unterhalb des gesetzlichen THC-Grenzwerts liegen und ohne Rezept erhältlich sind.

Dazu gehören beispielsweise:

  • CBD-Blüten
  • andere Nutzhanfprodukte
  • moderne Cannabinoidformulierungen

Dieser Bereich ist von den geplanten Regelungen nicht direkt betroffen und könnte sogar weiter wachsen.


Was bedeuten die Änderungen für Konsumenten?

Sollte das Online-Rezept für Cannabis ab 2026 stark eingeschränkt oder faktisch nicht mehr möglich sein, hätte das spürbare Auswirkungen für viele erwachsene Konsumenten. Besonders Personen, die bisher unkompliziert über telemedizinische Anbieter ein Privatrezept erhalten haben, könnten künftig größere Hürden erleben.

Betroffen wären insbesondere folgende Gruppen:

  • Selbstzahler, die Cannabis privat finanzieren
  • Personen ohne wohnortnahe Arztpraxis
  • Erwachsene mit begrenzter Mobilität
  • Menschen, die auf flexible digitale Angebote angewiesen sind

Der Zugang zu medizinisch verschriebenem Cannabis könnte dadurch deutlich komplizierter, zeitaufwendiger und kostenintensiver werden.


Steigt die Nachfrage nach legalen Alternativen?

Viele Branchenbeobachter gehen davon aus, dass ein mögliches Verbot von Online-Rezepten und Versandhandel die Nachfrage nach legalen, rezeptfreien Produkten auf Nutzhanfbasis erhöhen könnte. Diese Produkte fallen nicht unter die geplanten Einschränkungen, solange sie den gesetzlichen THC-Grenzwert einhalten und korrekt deklariert sind.

Dazu zählen unter anderem:

Diese Entwicklung könnte den Markt in zwei Bereiche aufteilen:

  • verschreibungspflichtiges Medizinal-Cannabis (stärker reguliert)
  • legale Nutzhanfprodukte für volljährige Konsumenten

Legale Alternativen: Cannabis ohne Rezept kaufen

Für erwachsene Konsumenten, die weiterhin legale Produkte erwerben möchten, bleiben Nutzhanfprodukte unterhalb des gesetzlichen THC-Grenzwerts eine relevante Option. Diese können ohne Rezept erworben werden, sofern sie den geltenden Bestimmungen entsprechen.

Besonders gefragt sind dabei Produkte, die ein intensives Aroma und ein modernes Cannabinoidprofil bieten. Dazu gehören unter anderem:

  • Extra Strong CBD-Blüten auf Nutzhanfbasis
  • moderne Vaporizerprodukte mit abgestimmten Cannabinoidprofilen
  • TAC Vapes

Wo kann man legales Cannabis ohne Rezept kaufen?

Erwachsene Konsumenten, die legale Produkte auf Nutzhanfbasis erwerben möchten, finden bei CBD040 ein Sortiment, das den geltenden gesetzlichen Vorgaben entspricht und ausschließlich für volljährige Nutzer bestimmt ist.

CBD040 bietet unter anderem:

  • TAC Vapes in den Sorten Cali Exoticz, Super Lemon Haze und Purple Punch
  • Extra Strong CBD-Blüten als legale Alternative innerhalb der Nutzhanfregelungen
  • weitere Produkte auf Basis von EU-zertifiziertem Nutzhanf

Ein besonderes Merkmal: CBD040 ist nach aktuellem Stand der einzige Cannabis-Shop in Deutschland, der die Zahlung per Klarna und Kauf auf Rechnung anbietet. Dadurch können erwachsene Käufer legaler Nutzhanfprodukte bequem und sicher bestellen.


Fazit: Wird das Online-Rezept für Cannabis 2026 verboten?

Der aktuelle Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht deutliche Einschränkungen für telemedizinische Cannabisverschreibungen vor. Erstverschreibungen sollen künftig nur noch nach persönlichem Arztkontakt erfolgen, und der Versandhandel von Medizinal-Cannabisblüten könnte vollständig verboten werden.

Damit droht vielen telemedizinischen Plattformen ein tiefgreifender Wandel. Für Patienten könnte der Zugang zu verschriebenem Cannabis komplizierter werden, während der Markt für legale Nutzhanfprodukte weiter an Bedeutung gewinnt.

Ob es 2026 tatsächlich zu einem De-facto-Verbot von Online-Rezepten kommt, hängt von der finalen Gesetzesfassung und möglichen Anpassungen ab. Klar ist jedoch: Die Cannabislandschaft in Deutschland steht vor erheblichen Veränderungen.


FAQ: Telemedizin & Cannabis 2026 – häufige Fragen

Wird das Online-Rezept für Cannabis 2026 verboten?

Kurze Antwort: Für Erstverschreibungen deutet der Gesetzesentwurf darauf hin, dass ein persönlicher Arztkontakt verpflichtend wird.

Ausführliche Erklärung: Videosprechstunden sollen für Erstverschreibungen nicht mehr ausreichen. Folgeverschreibungen könnten weiterhin telemedizinisch möglich sein, sofern innerhalb von vier Quartalen ein persönlicher Kontakt stattfand.

Darf medizinisches Cannabis weiterhin versendet werden?

Kurze Antwort: Laut Entwurf soll der Versandhandel von Medizinal-Cannabisblüten verboten werden.

Ausführliche Erklärung: Die Abgabe soll ausschließlich nach persönlicher Beratung in der Apotheke vor Ort erfolgen.

Warum wird Telemedizin beim Thema Cannabis eingeschränkt?

Die Bundesregierung möchte laut eigener Begründung Missbrauch verhindern, die Patientensicherheit erhöhen und die Kontrolle der Abgabe verbessern.

Kann man weiterhin legales Cannabis ohne Rezept kaufen?

Kurze Antwort: Ja, Produkte auf Basis von Nutzhanf, die den gesetzlichen THC-Grenzwert einhalten, können weiterhin ohne Rezept erhältlich sein.

Ausführliche Erklärung: Diese Produkte fallen nicht unter die geplanten Einschränkungen, da sie nicht als Medizinal-Cannabis klassifiziert sind.

Welche Auswirkungen hat das Gesetz für Konsumenten?

Der Zugang zu verschriebenem Cannabis könnte schwieriger werden, während legale Alternativen auf Nutzhanfbasis an Bedeutung gewinnen.

Welche Alternativen gibt es zu telemedizinischen Cannabisrezepten?

Legale Produkte auf Nutzhanfbasis, wie CBD-Blüten oder moderne Cannabinoidformulierungen, können weiterhin ohne Rezept erhältlich sein, sofern sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.