Cannabis Dünger versorgt die Pflanze mit den drei Hauptnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). In der Wachstumsphase braucht Cannabis viel Stickstoff, in der Blütephase mehr Phosphor und Kalium. Das richtige Verhältnis, die passende Dosis und ein pH-Wert von 6,0 bis 6,5 entscheiden über Ertrag und Qualität. Dieser Guide erklärt NPK, die richtige Düngung je Phase, Bio gegen mineralisch und wie du Dünger selber machst. Stand: Juli 2026.
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Das Wichtigste in 30 Sekunden
- NPK: Stickstoff für Wachstum, Phosphor und Kalium für die Blüte.
- Wachstum: stickstoffbetont, z. B. NPK rund 3-1-2.
- Blüte: phosphor- und kaliumbetont, z. B. NPK rund 1-3-4.
- Dosis: lieber unter- als überdüngen, langsam steigern.
- pH-Wert: 6,0–6,5 in Erde, damit Nährstoffe aufgenommen werden.
- Autoflower: deutlich weniger Dünger als feminisierte Pflanzen.
Was ist Cannabis Dünger und was bedeutet NPK?
Cannabis Dünger ist ein Nährstoffgemisch, das die Pflanze mit allem versorgt, was Erde allein nicht dauerhaft liefert. Die Abkürzung NPK steht für die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium, deren Verhältnis auf jeder Verpackung angegeben ist.
Die NPK-Zahl wie 5-3-4 gibt den prozentualen Anteil der drei Nährstoffe an. Stickstoff treibt das Blatt- und Triebwachstum, Phosphor fördert Wurzeln und Blütenbildung, Kalium stärkt die Pflanze und die Knospenentwicklung. Je nach Wachstumsphase verschiebt sich der Bedarf deutlich – deshalb gibt es Wachstums- und Blütedünger mit unterschiedlichem NPK-Verhältnis. Wer aus Cannabis Samen anbaut, legt mit der richtigen Düngung den Grundstein für Ertrag und Aroma.
Welche Nährstoffe braucht eine Cannabispflanze?
Cannabis braucht drei Hauptnährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium) sowie Sekundärnährstoffe wie Calcium, Magnesium und Schwefel und geringe Mengen an Spurenelementen wie Eisen und Zink.
Die Hauptnährstoffe werden in großen Mengen verbraucht und müssen regelmäßig nachgeliefert werden. Calcium und Magnesium, oft als CalMag verkauft, beugen typischen Mangelerscheinungen vor, besonders unter LED-Licht und bei weichem Wasser. Spurenelemente werden nur in Kleinstmengen benötigt, sind aber für gesunde Blätter und Stoffwechsel wichtig. Ein guter Komplettdünger deckt die meisten davon ab.
| Nährstoff | Funktion | Mangel zeigt sich als |
|---|---|---|
| Stickstoff (N) | Blatt- und Triebwachstum | gelbe untere Blätter |
| Phosphor (P) | Wurzeln, Blütenbildung | dunkle, violette Blätter |
| Kalium (K) | Knospen, Widerstandskraft | braune Blattränder |
| Calcium/Magnesium | Zellstruktur, Photosynthese | Flecken, gelbe Adern |
Cannabis Dünger in der Wachstumsphase
In der Wachstumsphase braucht Cannabis vor allem Stickstoff. Ein Wachstumsdünger mit stickstoffbetontem NPK-Verhältnis von etwa 3-1-2 fördert kräftige Triebe, gesunde Blätter und eine stabile Struktur.
Beginne nach der Keimung erst mit dem Düngen, wenn die Pflanze das zweite oder dritte echte Blattpaar gebildet hat – vorher reichen die Reserven aus Samen und Anzuchterde. Starte mit der halben Herstellerdosis und steigere langsam. Vorgedüngte Bio-Erde liefert in den ersten zwei bis drei Wochen oft genug Nährstoffe, sodass du gar nicht sofort düngen musst.
Cannabis Dünger in der Blütephase
In der Blütephase sinkt der Stickstoffbedarf, während Phosphor und Kalium wichtiger werden. Ein Blütedünger mit einem NPK-Verhältnis von etwa 1-3-4 unterstützt die Bildung dichter, harzreicher Knospen.
Stelle mit Beginn der Blüte schrittweise von Wachstums- auf Blütedünger um. Zu viel Stickstoff in der Blüte führt zu üppigem Blattwerk statt Blüten und kann das Aroma beeinträchtigen. In den letzten ein bis zwei Wochen vor der Ernte spülst du die Pflanze mit reinem Wasser, das sogenannte Flushing, damit keine Düngerreste im Endprodukt bleiben. Wann genau geerntet wird, hängt von den Trichomen ab – Details dazu findest du in unseren Anbau-Ratgebern.
Bio-Dünger oder mineralischer Dünger – was ist besser?
Bio-Dünger versorgt das Bodenleben und verzeiht Dosierfehler, wirkt aber langsamer. Mineralischer Dünger wirkt schnell und exakt steuerbar, erfordert aber mehr Erfahrung und genaue Dosierung. Für Einsteiger ist Bio meist die sichere Wahl.
Bei organischen Düngern wie Wurmhumus, Guano oder Komposttee ernähren Mikroorganismen die Pflanze indirekt – das macht Überdüngung unwahrscheinlicher und gibt ein volleres Aroma. Mineralische bzw. mineralisch-organische Dünger liefern Nährsalze direkt pflanzenverfügbar, was schnelleres Wachstum ermöglicht, aber bei Fehldosierung schneller zu Verbrennungen führt. Viele Grower kombinieren: Bio-Basis in der Erde plus gezielte Gaben in der Blüte.
Cannabis Dünger selber machen
Guten organischen Cannabis-Dünger kannst du aus Hausmitteln selbst herstellen: Komposttee, Brennnesseljauche und Bananenschalen liefern natürliche Nährstoffe für Wachstum und Blüte.
- Brennnesseljauche: stickstoffreich, ideal für die Wachstumsphase, verdünnt gießen.
- Bananenschalen-Sud: liefert Kalium, unterstützt die Blüte.
- Komposttee: belebt das Bodenleben und liefert breite Nährstoffe.
- Wurmhumus: als milder Langzeitdünger direkt in die Erde einarbeiten.
Selbstgemachte Dünger sind günstig und schonend, aber weniger exakt dosierbar als fertige Produkte. Für den ersten Anbau reicht vorgedüngte Bio-Erde plus etwas organischer Blütedünger oft völlig aus.
Wie dosiere ich Cannabis Dünger richtig?
Weniger ist mehr: Starte mit der halben angegebenen Dosis und steigere langsam. Achte auf einen pH-Wert von 6,0 bis 6,5 in Erde, sonst können die Nährstoffe trotz Düngung nicht aufgenommen werden.
Der pH-Wert ist der häufigste unterschätzte Faktor. Liegt er zu hoch oder zu niedrig, entsteht eine Nährstoffsperre, und die Pflanze zeigt Mangelsymptome, obwohl genug Dünger vorhanden ist. Miss den pH-Wert des Gießwassers und passe ihn bei Bedarf an. Dünge nie auf komplett trockene Erde und beobachte die Pflanze nach jeder Steigerung ein bis zwei Tage.
Über- und Unterdüngung erkennen
Überdüngung zeigt sich durch verbrannte, klauenartig nach unten gebogene Blattspitzen. Unterdüngung erkennst du an blassen, gleichmäßig vergilbenden Blättern. Beides lässt sich mit angepasster Düngung korrigieren.
Bei Überdüngung hilft Spülen mit reichlich pH-korrektem Wasser, um überschüssige Salze auszuwaschen, danach reduzierst du die Dosis. Bei Unterdüngung steigerst du behutsam. Da viele Mangel- und Überschusssymptome ähnlich aussehen, lohnt der Blick auf das Gesamtbild: Welche Blätter sind betroffen, wie ist der pH-Wert, wann wurde zuletzt gedüngt. Mehr zu gelben Blättern und ihren Ursachen behandeln wir in einem eigenen Ratgeber.
Dünger für Autoflowering-Pflanzen
Autoflowering-Pflanzen brauchen deutlich weniger Dünger als feminisierte Sorten. Wegen ihres kurzen Lebenszyklus reicht meist die halbe Dosis, oft genügt gute vorgedüngte Erde fast über den gesamten Zyklus.
Weil Autoflower automatisch und schnell in die Blüte wechseln, bleibt wenig Zeit, Düngefehler auszugleichen – Zurückhaltung ist hier besonders wichtig. Eine leichte Bio-Basis plus sparsame Blütegaben funktioniert zuverlässig. Robuste, düngetolerante Genetiken findest du in der Auswahl Cannabis Samen für Anfänger. Welche Sorten besonders schnell reifen, zeigt der Ratgeber zu den schnellsten Autoflowering-Sorten.
Häufige Fragen zu Cannabis Dünger
Welcher Dünger ist der beste für Cannabis?
Der beste Dünger passt zur Phase: ein stickstoffbetonter Wachstumsdünger (etwa NPK 3-1-2) und ein phosphor- und kaliumbetonter Blütedünger (etwa NPK 1-3-4). Für Einsteiger sind Bio-Komplettdünger am einfachsten.
Wann fange ich mit dem Düngen an?
Erst wenn die Pflanze das zweite bis dritte echte Blattpaar gebildet hat. Vorgedüngte Bio-Erde liefert in den ersten zwei bis drei Wochen meist genug Nährstoffe.
Welches NPK-Verhältnis braucht Cannabis?
In der Wachstumsphase stickstoffbetont, etwa 3-1-2. In der Blütephase phosphor- und kaliumbetont, etwa 1-3-4. Die genauen Werte variieren je nach Produkt.
Kann ich Cannabis Dünger selber machen?
Ja. Brennnesseljauche liefert Stickstoff für das Wachstum, Bananenschalen-Sud Kalium für die Blüte, Komposttee und Wurmhumus sorgen für breite Nährstoffe.
Was tun bei Überdüngung?
Die Erde mit reichlich pH-korrektem Wasser spülen, um überschüssige Nährsalze auszuwaschen, anschließend die Dosis reduzieren. Verbrannte Blattspitzen sind ein typisches Zeichen.
Brauchen Autoflowering-Pflanzen weniger Dünger?
Ja. Wegen des kurzen Lebenszyklus reicht meist die halbe Dosis. Oft genügt gute vorgedüngte Erde fast über den gesamten Zyklus.
Warum zeigt meine Pflanze trotz Düngung Mangel?
Meist liegt es am pH-Wert. Ist er außerhalb von 6,0 bis 6,5, entsteht eine Nährstoffsperre und die Pflanze kann die vorhandenen Nährstoffe nicht aufnehmen.
Muss ich vor der Ernte spülen?
Ja, das sogenannte Flushing. In den letzten ein bis zwei Wochen nur mit reinem Wasser gießen, damit keine Düngerreste im Endprodukt bleiben.



